Songpoet, Friedensberichterstatter

Porträt

Eisbrenner vermag es, seine Weltsicht in Geschichten und Liedern zu veranschaulichen.
Er bezieht Stellung, hat Mut zu Visionen und so wundert es nicht, dass man ihn als engagierten Künstler auch oft auf Friedensdemonstrationen oder politischen Diskussionsveranstaltungen erlebt.
Eisbrenner setzt seine künstlerischen Mittel zum Bau von Brücken ein, was in seinen über vierzig Bühnenjahren auch immer wieder über die deutschen Grenzen hinaus zu Engagements führte und führt. Wer Frieden will, muss Frieden denken. Dieser Satz gehört zu den Grundsätzen in Eisbrenners Arbeit.

Auch musikalisch ist Tino Eisbrenner ein passionierter Grenzgänger. Längst genügt ihm sein anfängliches Ausdrucksmittel Rock/Pop nicht mehr. Heute ist Eisbrenner ebenso Rockpoet und Singer-Song-Writer wie Chansonnier oder Jazz-Interpret, ein Weltmusiker, ein Troubadour im modernsten Sinn des Wortes. Obendrein pulsiert in ihm das Schauspielerblut, was seine musikalisch-literarischen Abende und Alben eindrucksvoll belegen.
In seinen Liedern stellt er sich den Themen und Fragen unserer Zeit, ohne dabei die Nonchalance seines Charmes und Humors einzubüßen. Seine Bücher sind Reise- und Zeitgeschichte(n), wie sie ein ostgeborener deutscher Poet und ostdeutscher Rockstar, mit dem Blick auf zwei Gesellschaftsordnungen, anzubieten weiß.

„Songpoeten sind wandelnde Reflektoren ihrer Zeit und der Zeiten vor ihrer Zeit. Songpoeten haben Visionen. Sie steigen hinab in die Tiefe der Seelen und fördern etwas zutage wie Schmerz, Angst, Zorn. Etwas wie Verstand, Poesie und Liebe. Etwas, das wir Hoffnung nennen.“

Ob nun vor 50 oder 500 oder 500.000 Zuschauern – Eisbrenner erfasst mit traumwandlerischer Sicherheit den besonderen Reiz der Begegnung, des WO, WARUM und WIE und es entsteht eine Atmosphäre, die noch weit über den Abend hinaus knistert. Sein Oeuvre umfasst bislang 22 musikalische Alben und 5 Bücher.